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Juristische Aufstellungen
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Die Methode
Beim Einsatz der Aufstellungsarbeit in neuen Kontexten hat sich ein spannender Bereich herauskristallisiert: das Erarbeiten von möglichen Lösungsansätzen in Konfliktsituationen.

Da juristische Auseinandersetzungen natürlich im Normalfall auf einem Konflikt basieren, bieten sich systemische Aufstellungen als lösungsunterstützendes Werkzeug an. Im Gegensatz zu Aufstellungen von persönlichen Differenzen zwischen zwei Personen spielen im juristischen Kontext im Lösungsfindungsprozess noch viele andere Systemebenen eine Rolle: Rechtsanwälte, Kläger, Verteidiger, Zeugen, Gesetze, Richter etc. 

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Welche besonderen Erkenntnisse bietet Aufstellungsarbeit in Konfliktsituationen?
Immer wieder zeigt sich in Aufstellungen, wie ein System auf den Ausgleich von Geben und Nehmen achtet und ein Ungleichgewicht noch Generationen später spürbar wird. Selbst Nachkommen bemühen sich um einen Ausgleich. Die Berücksichtigung dieser Dimension kann zur Beurteilung und Klärung von Konfliktsituationen entscheidend beitragen. Zudem steigt dabei die Wahrscheinlichkeit, dass eine Lösung gefunden wird,die von allen Parteien (langfristig) akzeptiert wird.

Für welche Konfliktsituationen bieten Aufstellungen Lösungsansätze?
Aufstellungsarbeit eignet sich natürlich insbesondere für familiäre Auseinandersetzungen, wie Scheidungen (z.B.„Wo ist das Kind am besten aufgehoben?“), Erbschaftsangelegenheiten oder Nachfolgeregelungen.

Ebenso können Konflikte im beruflichen und zivilrechtlichen Bereich bearbeitet werden. Aufstellen kann grundsätzlich jeder der Beteiligten einer Konfliktsituation. Natürlich kann sowohl vor der Einbeziehung eines Juristen zur möglichen Vermeidung einer gerichtlichen Verhandlung als auch während des Ablaufs eines juristischen Prozesses aufgestellt werden.

Für Rechtsanwälte und Richter bietet das Erleben systemischer Aufstellungen die Möglichkeit, die eigene Wahrnehmung zu schärfen und systemische Zusammenhänge kennen zu lernen.

Was ist zu beachten?
Gerade bei juristischen Aufstellungen kann es vorkommen, dass Aufstellungsleiter in eine Zwickmühle geraten, und zwar dann, wenn das Anliegen des Klienten sehr manipulativer Natur ist. Ob dann aufgestellt wird oder nicht, muss situationsbezogen entschieden werden. Ethische Gesichtspunkte sollten hier mitberücksichtigt werden.

Welche Aufstellungsmethoden eignen sich?
Zum einen kann man natürlich ganz konkret wie im klassischen Organisations- und Familien-Stellen die beteiligten Personen aufstellen. Zusätzlich können abstrakte Elemente, wie beispielsweise die Schuld, das Recht, das Unrecht, Ziele, Hindernisse, Entscheidungsalternativen, das Gute oder das Böse,eingeführt werden.

Sehr gut eignen sich auch Strukturaufstellungsformen und von diesen insbesondere die Tetralemmaaufstellung, welche vor allem die Entscheidungsprozesse und ein konkretes Dilemma genauer beleuchtet.

Seminartermine bitte anfragen!

Literatur:
Juristische Aufstellungen,Kristine Alex (geb. Erb)
"Der Wind lässt viele Drachen steigen"
Carl-Auer-Systeme-Verlag 2001 

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