Sie können sich nicht verstellen!
Mit systemischer Aufstellung coacht Personaltrainerin Kristine Alex (geb. Erb), 37, in Firmen.
Was ist das? Was kann das?
Könnten Sie erklären, was eine systemische Aufstellung ist?
Kurz gesagt, geht es darum, Konflikte in Firmen zu analysieren, deren Ursachen nicht sichtbar oder verdrängt sind.
Beispiel: Der Chef einer Abteilung findet keinen Kontakt zu seinem Team.Was passiert dann?Ich lasse zunächst unbeteiligte Repräsentanten in die Rolle der Mitarbeiter schlüpfen. Der betroffene Chef positioniert die Leute in einem Raum, sozusagen als Metapher für die Beziehungen zwischen sich und dem Team. Aha. Ja, wer wenig mit ihm zu tun hat, steht zum Beispiel außen, wer gut mit ihm klarkommt, neben ihm. Da werden Beziehungsstrukturen gut sichtbar. Auch Empfindungen spielen eine große Rolle. Fühlt sich etwa jemand unbehaglich auf seiner Position, weil er gegen eine Wand guckt, signalisiert er, dass sein Platz in der Firma nicht der richtige ist. Die Leute ersparen sich umfangreiche Konfliktanalysen. Aufstellungen visualisieren die Probleme im Team in kurzer Zeit.
Und dann?
Der Erfolg hängt davon ab, wie die Teilnehmer mit den Erkenntnissen umgehen. Aber die meisten fühlen sich nach der Aufstellung wie befreit und können ganz anders auf ihr Team zugehen, da sie wissen, wo es hakt.