Die Voraussetzung für ErfolgEinige Grundregeln aus der Sicht systemischer Organisationsberatung
Systemische OrganisationsaufstellungenIm Organisationsberatungsbereich werden in der Wirtschaft in letzter Zeit verstärkt systemische Aufstellungen nachgefragt und eingesetzt. In erstaunlich kurzer Zeit ermöglichen sie einen maximalen Erkenntnisgewinn: Es zeigt sich auf phänomenologische Weise, woran ein System krankt, bzw. was es braucht, um erfolgreicher zu sein. Wandlungen werden nachhaltig eingeleitet.
Woher kommt die MethodeDie Methode wird seit 20 Jahren erfolgreich im Familienkontext eingesetzt. In der Wirtschaft wird sie in Seminaren sowie im Einzelcoaching verwendet.
Wie funktioniert die MethodeMit Hilfe von Repräsentanten wird ein System im Raum aufgestellt. In verblüffender Weise gelingt es den Stellvertretern, sich in die Gefühle der repräsentierten Personen hineinzuversetzen. Der Status quo wird verdeutlicht und ein Lösungsbild wird durch räumliches Umstellen und verbale Interaktion erarbeitet.
Beispiel:
Einem Akademiker fällt es schwer, eine ausbildungsadäquate Stelle zu finden und zu halten. Jedesmal, bevor er den Erfolg seiner Arbeit ernten konnte, gab es einen Grund zu gehen. Was hinderte ihn an seinem beruflichen Erfolg?In einer durchgeführten Aufstellung zeigt sich, daß er sich sehr verbunden mit seinem Großvater fühlt, dem es aufgrund mangelnder Ausbildung nie gelungen war, über ein Minimum hinaus seine Familie zu ernähren. Dadurch, daß ihm der Vorgang bewußt wird, und er seinen Großvater zukünftig ‘auf andere Weise würdigen kann‘, gelingt es ihm beruflich, erfolgreicher zu handeln. Solch unbewußte Loyalitäten zu einem Familienmitglied treten häufig auf und oft bringt schon die Frage nach „wem ist es in der Familie ähnlich gegangen, wer hatte z. B. keinen Erfolg, wer hat immer kurz vor dem Ziel aufgegeben“ erstaunliche Erkenntnisse.
Wie wirkt die MethodeDie Erinnerung an das erarbeitete Lösungsbild stellt eine erstaunliche Kraftquelle dar und ermöglicht aus bisherigen Verhaltensmustern herauszutreten. Neues wird möglich. Das Feedback einer Existenzgründerin nach einer Arbeit zum Thema beruflicher Erfolg: „Nach der Aufstellungsarbeit bekam ich einen Auftrag angeboten, den ich mich vorher nie getraut hätte anzunehmen. Danach war es möglich, und ich habe ihn sehr erfolgreich durchgeführt“.Grundregeln von Organisationen
Einige Grundregeln (n. Weber), die in Organisationen bestehen:
- Wer länger da ist, hat Vorrang Für Stelleninhaber, die neu in eine Firma kommen, gilt: Wer länger da war, hat Vorrang. Dies muß von den Dazugekommenen anerkannt werden. Besonders einzubeziehen sind dabei Gründer und Initiatoren von Organisationen.
- Leitung hat Vorrang Eine Organisation hat das Bedürfnis nach Führung. Mythen „wir sind alle gleich“ fördern Unsicherheit.
- Jeder hat das gleiche Recht auf Zugehörigkeit
- In einem Unternehmen hat jeder das gleiche Recht dazuzugehören.
- Jeder hat die Verpflichtung, gemäß der Position seinen persönlichen Beitrag zur Erhaltung und Erneuerung der Organisation zu leisten.
- Leistung muß anerkannt werden Besondere Leistung muß anerkannt werden, damit derjenige bleiben kann.
- Das Alte und das Neue Erst muß das Alte gewürdigt werden, damit das Neue eine Chance hat. Dabei kommt es auf die innere Haltung an.
- Stärkung oder Schwächung
- Am richtigen, gemäßen Platz fühlt man sich sicher und gelassen und bei guter Energie. Am angemaßten Platz entstehen Größenfantasien und derjenige steht mit aufgeblasener und geschwollener Brust da. An schwächenden Plätzen ist derjenige selbst nicht gewürdigt, würdigt sich selbst nicht oder es fehlt an Unterstützung.
- Gehen und bleiben
- In einer Organisation bleiben kann jemand, der seine Funktion ausfüllt. Wer eine Organisation nicht mehr braucht, kann etwas verfehlen, wenn er bleibt. Es ist wichtig, daß jemand im gutem Einvernehmen und gegenseitiger Achtung geht, damit es in der Organisation gut weitergehen und der Betroffene im nächsten System gut ankommen kann.
- Organisationen sind aufgabenorientierte Systeme
- Oft beschäftigt sich ein System mit sich selbst, mit Beziehungssystemen, den Zuständen, „den oben“. Wichtig ist die Aufgabe, das Ziel oder den Kunden ins Blickfeld zu rücken.
Kristine Alex (geb. Erb), Expertin für berufliche Aufstellungen, bietet Abendveranstaltungen, Seminare oder Einzelcoaching an.